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Donnerstag, 31. Mai 2012

Ein WGT-Outfit entsteht Teil 3

Leider ein wenig verspätet, denn da rückte das Festival dann doch schneller voran als gedacht. Das Korsett war ja nun fast fertig, es fehlten nur noch die Frontlasche zum aufknöpfen, die die Korsettschließe verdecken soll. Einfach an allen Seiten einmal um genäht, und mit Knopflöchern versehen.


Als nächstes sollte die Kurzjacke oder auch Bolero genannt folgen, wie immer ein Probemodell mit Kragen und Ärmel.


Und schon kann es losgehen mit dem nähen. Es empfiehlt sich wie immer von der Mitte zur Seitennaht zuarbeiten, wenn es die einzuarbeitenden Details zulassen, wie hier im vorderen Bereich, erst der Reißverschluss, dann die vertikalen Teilungsnähte. 


Im Rückenbereich geht das hier diesmal nicht, denn der Reißverschluss, der dann in die hintere Mittelnaht soll, kann erst eingenäht werden wenn der Kragen dran ist, denn der Reißverschluss geht im Kragen weiter. Dafür habe ich in den vertikalen Teilungsnähten wieder die Bänder für die Ösen mit eingefasst.


Dann sind die Seitennähte und die Schulternähte dran. Bei den Schulternähten ist darauf zu achten das sich die vorderen und hinteren vertikalen Nähte genau treffen. Das sieht optisch einfach besser aus. außerdem habe ich hier die Bänder für das Schulterdetail (Schnürung im Schulterbereich) schon mit fixiert.


als nächstes war der Kragen dran. Hier konnte ich beide Seiten des Kragens einzeln arbeiten, da er ja durch den Reißverschluss in der hinteren Mitte getrennt ist. Eine Lasche für eine große Öse als Gegenstück für die Schulterschnürung habe ich auch gleich eingefasst in der Kragennaht. 


Nun kann endlich der Reißverschluss im Rückenbereich eingenäht werden. Die Kragenkannte habe ich wie beim Korsett und beim Rock mit Schrägband eingefasst, da durch das feste Kunstleder eine doppelte Stoffschicht nicht so schön ausgesehen hätte. Die Teile die hervorschimmern könnten wenn man den Reißverschluss vorne etwas offen lässt habe ich mit leichtem Vlieseline in schwarz beklebt, um die weiße Rückseite des Kunstleders zu verstecken.


Ihr seht bei dem Probemodell noch einen Ärmel, samt Manschette, doch da dann leider oder besser zum Glück so wenig Zeit übrig war, habe ich mich kurzerhand gegen den Ärmel entschieden. Es sollte sich auch heraus stellen, das angesichts des Wetters, dies eine gute Entscheidung war. Also habe ich die Ärmelkannten ebenfalls mit Schrägband eingefasst, und natürlich noch die Ösen eingeschlagen und alle weiß hervorblitzenden Ränder mit Edding geschwärzt. Achtung! Bei so etwas sollte man einen wasserfesten Edding benutzen, sonst hat man das schwarz dann überall, nur nicht mehr da wo es hin soll. ;)  Ach ja und Die Knöpfe müssen natürlich auch angenäht werden. 


Und zum Schluss wünsche ich viel Spaß beim einfädeln, ich habe für alles zusammen etwa 45 Minuten gebraucht. 




Und hier nochmal das komplette Outfit.




Wer noch mehr Bilder sehen möchte vorallem auch Bilder vom angezogenen Outfit, der kann mich gerne auf Facebook besuchen unter www.facebook.com/MandyMayDesign 

Liebe Grüße
Mandy

Mittwoch, 23. Mai 2012

Ein WGT-Outfit entsteht Teil 2

Das Korsett soll aus dem gleichen Material entstehen. Aber natürlich beginnt alles wieder mit dem Probemodel. Ein kleiner Tipp für die nähwütigen unter euch, für das Probemodell kann man Kabelbinder als Stäbe einsätzen, die sind billig und man kann sie leichter zerschneiden. Optimal ist das zwar nicht, aber immernoch besser als die teuren Spiralfedern oder Flachfedern zu verschwenden.


Sitzt alles an der richtigen Stelle, kann der Zuschnitt beginnen. Wieder ein kleiner Tipp, da man auf Leder, Kunstleder, oder auch Lack jeden einstich sieht, und die auch nicht wieder weg gehen (wie bei normalem Stoff) sollte man entweder Gewichte (wie die meisten Schneider es machen) oder Klebeband (am besten Malerkrepp, das lässt sich leicht wieder lösen) zum fixieren des Schnittteils auf dem Material verwenden.


Als erstes wird die Schließe gearbeitet, da man diese richtig einnähen muss und nicht erst hinterher hinein schieben kann wie die Federn und man nicht mit dem kompletten Korsett unter der Nähmaschine hantieren muss.



Danach folgen die restlichen Panele der reihe nach.


Sind beide Seiten fertig, dann kommt endlich der essenzielle Teil, die Federn. Als Faustregel gilt, gerader Tunnel >>  gerade Stahlflachfeder und gebogener Tunnel >> biegsame Spiralfeder. Gerade Tunnel sind meist in der Vorderen und hinteren Mitte.



Zum Schluss noch die offenen Kannten mit Schrägband einfassen und gut darauf achten das man die Stäbe nicht mit der Nadel trifft, denn sonnst ist die hinüber und kann euch sogar entgegenspringen. Da mein Material eine weiße Rückseite hat, ich aber dieses weiß nicht hervorschimmern lassen möchte, muss ich noch die weißen kannten mit schwarzem Edding bearbeiten.


Zum Schluss noch die Ösen einsetzen, mit einem Abstand zwischen zwei und drei Zentimetern. Außerdem empfiehlt sich noch eine Lasche zu arbeiten, die man unter der Schnürung positioniert, damit erstens das unter dem Korsett getragene Kleidungsstück verdeckt wird, und zweitens damit die Schnürung nicht so sehr in die Haut einschneidet.


Und so schnell kann es gehen, das Korsett ist soweit fertig, auch hier fehlen noch Knöpfe im vorderen Bereich.



Liebe Grüße
Mandy

Dienstag, 22. Mai 2012

Ein WGT-Outfit entsteht Teil 1

Das Outfit soll am Ende aus einem Rock, einem Unterbrustkorsett und aus einer Kurzjacke / Bolero bestehen. Als erstes soll es um den Rock gehen, der ist am einfachsten und am schnellsten gemacht. Ein einfacher Minirock aus schwarzbraunem Kunstleder, mit einem Reißverschluss in der hinteren Mitte und einer Schnürung drüber als Dekoelement und vorne sollen zwei Knopfleisten als Deko dienen. Alles hat natürlich wieder mit dem Probestück angefangen.


Da die Knopfleisten im Vorderteil nur angedeutet werden habe ich hier nur einfache Niedernähnähte gearbeitet. Kunstleder lässt sich, ähnlich wie echtes Leder, nicht so einfach glatt bügeln, das kann sehr problematisch werden wenn man einfache nähte setzt. Das niedernähen ist die einfachste Methode um auch ohne bügeln eine flache Naht zu bekommen. Hierzu setzt man einfach neben die normale Naht eine zweite Naht und fasst dabei die Nahtzugaben mit.


Als nächstes der Reißverschluss.


Um die Schnürung im hinteren Bereich zu ermöglichen habe ich ein schmales Band für die Ösen in der Naht mit eingefasst. Das lässt sich am einfachsten bewerkstelligen wenn man das Band, vor der eigentlichen Naht, innerhalb der Nahtzugabe aufnäht, dann kann es beim nähen der Naht nicht mehr verrutschen.


Als nächstes noch die Seitennähte schließen und die Bund- und Saumkannte mit "Schrägband" einfassen (ich habe das selbe Kunstleder verwendet, das gibt in einer Richtung etwas nach, daher brauche ich keine extra Schrägbänder). Und dann fehlen natürlich noch die Ösen.


Und da ist das gute Stück auch schon wieder fertig. Na zumindest fast, denn die Knöpfe fehlen natürlich noch. Die müssen jedoch erst mal warten bis der Rest auch soweit ist.





Liebe Grüße
Mandy

Montag, 6. Februar 2012

Der Reifrock bekommt Gesellschaft

Das Probemodell für  Jackenbluse ist soweit fertig. Ich habe quasi einen Mixschnitt aus Kleid und Bolero gewählt, und noch einen Reverskragen mit hohlem bruch hinzugefürgt.



Als erstes wieder Linienführungskontrolle ohne die Ärmel, denn falls sich im Bereich des Armlochs etwas ändert, weil zum Beispiel wenn etwas Weite an den Seitennähten geändert werden muss, dann wäre die Arbeit für den Ärmel umsonst. Wenn sich nämlich das Armloch verändert, dann muss man auch den Schnitt für den Ärmel ändern, was aufwändiger sein kann als den Ärmel neu zu konstruieren, um sich das zu sparen, sollte man den Ärmel erst dann konstruieren wenn die Weite und Form des Armlochs komplett fest steht.


Hat man den Ärmel konstruiert, braucht man für das Probemodell erstmal nur einen Ärmel zuzuschneiden. Das spart Material und lässt Spielraum für Änderungen am Ärmel, denn Falls man Änderungen vornimmt kann man das zweite Armloch gleich für den abgeänderten Ärmel nutzen und kann somit auch gleich vergleichen wie sich die Änderungen auswirken.


In diesem Fall hat der Ärmel gleich gepasst, nur ein klenes bischen Länge muss ich für das Original hinzugeben. Außerdem habe ich vorne im unteren Bereich der Jackenbluse noch etwas Weite zugegeben und kleinere Änderungen am Revers vorgenommen. Im Hinteren Bereich bin ich schon recht zufreiden gewesen, die Weite fällt schön und die Linien verlaufen auch so wie ich das möchte.


So, dann kann es jetzt losgehen mit der Umsetzung des Originals.


Bis bald und liebe Grüße
Mandy

Donnerstag, 2. Februar 2012

Merke: experimentelle Arbeitsweise kann viel Zeit kosten


Um etwas mehr Extravaganz in meine Kollektion zubringen, habe ich mich zu einem etwas ausladenderen Outfit hinreißen lassen. Ein Reifrock der allerdings nicht für drunter gedacht ist, sondern als tatsächliches Element des Outfits. Dazu soll noch ein jackenartiges Oberteil entstehen, ähnlich dem Oberteil im folgenden Bild.


Angefangen habe ich mit den vertikalen Tunneln, in die ich ursprünglich auch noch Verstärkung einarbeiten wollte.


Und dann ging es Stück für Stück weiter mit den horizontalen Tunneln. Als Verstärkung habe ich einfache durchnähbare Miederstäbe von der Rolle genommen, die halten zwar nicht so viel aus, sind aber dafür leichter. Übrigens nur um mal in Zahlen zu sprechen, ich habe hier ca. 18 Meter Miederverstärkung verarbeitet.


Als dann alle horizontalen reifen fertig waren, musste ich leider feststellen das sie Reifen nicht in Form blieben. Die vertikale Verstärkung hat das leider noch verschlimmert, daher habe ich sie wieder entfernt und statt dessen die Anzahl der horizontalen Tunnel verdoppelt.


Zum Schluss habe ich noch einen breiten Gummi als Bund genommen, somit ist der Rock für mehrere Größen passend.


Einien Post für das Oberteil wird es natürlich auch geben und wie ich mich wegen der Hose entschieden habe werdet ihr auch bald erfahren.

Liebe Grüße und bis bald...
Mandy

Mittwoch, 25. Januar 2012

Kupfer oder Altsilber?

Da die Kreativität bei mir anscheinend eine Pause macht, dachte ich, kann ich doch den Zwischenstand mal in einem Post festhalten. Die so lange angekündigte Hose hat Form angenommen. 


Fertig ist die Hose leider noch nicht ganz, da ich mich nicht für die Farbe der zu verarbeitenden Metallteile (wie Reißverschlüsse, Ösen, Knöpfe) entscheiden kann. Das wird sich im laufe der Woche natürlich noch ändern. Begonnen hat mal wieder alles mit dem Probemodel.



Je nach Entwurf kann man wunderbar Schnittmodelierungen, wie in meinem Fall die vertikalen Teilungsnähte, aufzeichnen. Mit ein wenig Vorstellungsvermögen kann man so die Schnittführung gleich am Model begutachten und diese dann einfach auf die Schnitteile übertragen.


Und dann folgt wieder der Zuschnitt, diesmal ohne die Musterabstimmung beachten zu müssen, da ich mich diesmal für einen einfachen schwarzen Stoff entschieden habe, der aber leicht schimmert wie Satin, aber dennoch schön matt ist. Das einzige was zu beachten ist, ist der Fadenlauf.


Als nächstes ist es wichtig sich eine praktische Reihenfolge zu überlegen wie man die Schnitteile nun zusammen näht. Ich habe als erstes die vertikale Naht der vorderen und hinteren Hosenteile genäht, sowie die Passe an den Hinterteilen Damit habe ich nun die normalen Hosenteile wie bei jeder anderen Hose auch.


Als nächstes habe ich die Taschen verarbeitet. Vorne jeweils die normale Eingriffstasche, und hinten die aufgenähten Taschen.


Als nächstes ist der Reißverschluss dran, denn wenn man nur mit den Vorderteilen arbeitet muss man nicht so viel Stoff hin und her schieben und kommt auch noch besser an den Reißverschluss um zu nähen.


Da ich die Seitennähte gerne mit einer Doppelnaht absetzen wollte, wie ich sie schon bei den vertikalen Nähten habe und bei den Taschen, kamen diese als nächstes dran. Denn hierzu macht es sich leichter auf einer ebenen Flächge zu arbeiten, was ja nicht mehr gegeben wäre wenn ich vorher schon die inneren Beinnähte geschlossen und somit schon das fertige Hosenbein hätte.


Als nächstes habe ich die inneren Beinnähte geschlossen und danach die Gesäßnaht. Bei der letzteren war darauf zu achten das die Nähte der hinteren Passe, der hinteren und vorderen Teilungsnähte und natürlich auch die innere Beinnaht auf einander treffen. 


Dann fehlt nur noch der Bund, und schon ist die Hose halbfertig.



Jetzt fehlt nur noch der Saum... aber da ich hier Reißvershlüsse einsetzen möchte, für deren Farbe ich mich noch nicht entschieden habe, komm ich hier gerade nicht weiter.

Aber das wird nicht lange so bleiben, also kann man gespannt bleiben.


Liebe Grüße
Mandy