Samstag, 12. Mai 2012

Bilder, Bilder, Bilder!

Hier sind endlich ein paar Bilder der Modenschau...















Es gab sogar eine kleine Showeinlage.






Wer mehr sehen möchte kann MANDY MAY design auch auf Facebook besuchen.

Liebe Grüße
Mandy

Donnerstag, 23. Februar 2012

Nach langer Zeit... Die Jackenbluse und das Hosen-update

Es ist viel Zeit vergangen seit meinem letzten Post. Es ist viel passiert, Die Jackenbluse ist fertig, die Hose ist nun endlich um ein paar Details reicher und die erste Modenschau für die neue Kollektion ist auch schon vorbei. Aber der Reihe nach. Die Jackenbluse hat manchmal ganz schön an meinen Nerven gezerrt, aber bei diesem Ergebnis hat sich die Mühe gelohnt.


Da ich mal wieder auf Streifen bestehen musste war auch  der kampf mit der Musterabstimmung vorprogrammiert. Problem bei diesem Muster war jedoch das der Raport (eine Mustereinheit mit deren Wiederholung ein größeres Muster entsteht) der Streifen zu groß und die Unregelmäßigkeit der Streifen innerhalb des Raports, eine gelungene Musterabstimmung unmöglich machten.


Also habe ich diesmal auf die Musterabstimmung verzichtet. Aber auch das war garnicht so einfach, da die Menge an Stoff doch sehr knapp bemessen war. Um den Stoff optimal auszunutzen war ein kleines Pusselspiel mit den Schnitteilen nötig, und nach langem hin und her kam dann diese Legevariante dabei heraus.



Sieht nicht nur verwirrend aus, ist es auch. Hier kommt dann quasi der Kragen rein.


Bei verstürzten Kannten wie z.B. bei Kragen oder Ausschnittkannten ist es optisch ansprechender wenn man die Rückseite/Innenseite ein wenig kleiner zuschneidet. Beim Bügeln sollte dann darauf geachtet werden das die Naht nicht dierekt an der Kannte liegt, sondern minimal auf der Innenseite.


Der sitz des Kragens sollte vor der Weiterverarbeitung überprüft werden, um eventuelle ausbesserungen vornehmen zu können bevor man z.B. ein Futter einnäht. 


Da ich wegen des Gewichtes der Jacke auf ein Futter verzichte, habe ich die Nahtzugaben mit Schrägband eingefasst, um die nicht so sehr ansehnlichen Overlocknäte zu vermeiden. Denn man darf nicht vergessen das man das Innenleben der Jacke ja durch den Reifrock sehen kann. Und das gewicht der Jacke ist daher wichtig, da auf Grund der Länge im hinteren Bereich der Jacke der Reifrock leicht nach vorne gebogen wird, um das zu verhindern darf die Jacke eben nicht zu viel wiegen.


Ja, mit etwas übung lassen sich Ärmel auch ohne Raffnähte einnähen, man braucht halt nur die ein oder andere Nadel.


Das Rohmodel ist fertig.


Noch etwas Spitze an Kragen und Saumkanten, und ein Gürtel für die Taille, und schon ist das Werk vollbracht.



Bezüglich der Hose habe ich mich nun weder für Kupfer noch für Silber entschieden, nein Altmessing ist es geworden. Zwei ungleich lange Reißverschlüsse im hinteren Seitenbereich der Hosenbeine erleichtern das Anziehen und sind auch noch schnmückendes Beiwerk.


Altmessing ist auch der Knopf für den Hosenbund.


Tadaaaa! Einen Post zur Modenschau wird es auch geben, allerdings möchte ich dafür noch ein Paar Fotos sammeln...

Bis dahin noch eine angenehme Woche und bis bald!
Mandy

Montag, 6. Februar 2012

Der Reifrock bekommt Gesellschaft

Das Probemodell für  Jackenbluse ist soweit fertig. Ich habe quasi einen Mixschnitt aus Kleid und Bolero gewählt, und noch einen Reverskragen mit hohlem bruch hinzugefürgt.



Als erstes wieder Linienführungskontrolle ohne die Ärmel, denn falls sich im Bereich des Armlochs etwas ändert, weil zum Beispiel wenn etwas Weite an den Seitennähten geändert werden muss, dann wäre die Arbeit für den Ärmel umsonst. Wenn sich nämlich das Armloch verändert, dann muss man auch den Schnitt für den Ärmel ändern, was aufwändiger sein kann als den Ärmel neu zu konstruieren, um sich das zu sparen, sollte man den Ärmel erst dann konstruieren wenn die Weite und Form des Armlochs komplett fest steht.


Hat man den Ärmel konstruiert, braucht man für das Probemodell erstmal nur einen Ärmel zuzuschneiden. Das spart Material und lässt Spielraum für Änderungen am Ärmel, denn Falls man Änderungen vornimmt kann man das zweite Armloch gleich für den abgeänderten Ärmel nutzen und kann somit auch gleich vergleichen wie sich die Änderungen auswirken.


In diesem Fall hat der Ärmel gleich gepasst, nur ein klenes bischen Länge muss ich für das Original hinzugeben. Außerdem habe ich vorne im unteren Bereich der Jackenbluse noch etwas Weite zugegeben und kleinere Änderungen am Revers vorgenommen. Im Hinteren Bereich bin ich schon recht zufreiden gewesen, die Weite fällt schön und die Linien verlaufen auch so wie ich das möchte.


So, dann kann es jetzt losgehen mit der Umsetzung des Originals.


Bis bald und liebe Grüße
Mandy

Donnerstag, 2. Februar 2012

Merke: experimentelle Arbeitsweise kann viel Zeit kosten


Um etwas mehr Extravaganz in meine Kollektion zubringen, habe ich mich zu einem etwas ausladenderen Outfit hinreißen lassen. Ein Reifrock der allerdings nicht für drunter gedacht ist, sondern als tatsächliches Element des Outfits. Dazu soll noch ein jackenartiges Oberteil entstehen, ähnlich dem Oberteil im folgenden Bild.


Angefangen habe ich mit den vertikalen Tunneln, in die ich ursprünglich auch noch Verstärkung einarbeiten wollte.


Und dann ging es Stück für Stück weiter mit den horizontalen Tunneln. Als Verstärkung habe ich einfache durchnähbare Miederstäbe von der Rolle genommen, die halten zwar nicht so viel aus, sind aber dafür leichter. Übrigens nur um mal in Zahlen zu sprechen, ich habe hier ca. 18 Meter Miederverstärkung verarbeitet.


Als dann alle horizontalen reifen fertig waren, musste ich leider feststellen das sie Reifen nicht in Form blieben. Die vertikale Verstärkung hat das leider noch verschlimmert, daher habe ich sie wieder entfernt und statt dessen die Anzahl der horizontalen Tunnel verdoppelt.


Zum Schluss habe ich noch einen breiten Gummi als Bund genommen, somit ist der Rock für mehrere Größen passend.


Einien Post für das Oberteil wird es natürlich auch geben und wie ich mich wegen der Hose entschieden habe werdet ihr auch bald erfahren.

Liebe Grüße und bis bald...
Mandy

Mittwoch, 25. Januar 2012

Kupfer oder Altsilber?

Da die Kreativität bei mir anscheinend eine Pause macht, dachte ich, kann ich doch den Zwischenstand mal in einem Post festhalten. Die so lange angekündigte Hose hat Form angenommen. 


Fertig ist die Hose leider noch nicht ganz, da ich mich nicht für die Farbe der zu verarbeitenden Metallteile (wie Reißverschlüsse, Ösen, Knöpfe) entscheiden kann. Das wird sich im laufe der Woche natürlich noch ändern. Begonnen hat mal wieder alles mit dem Probemodel.



Je nach Entwurf kann man wunderbar Schnittmodelierungen, wie in meinem Fall die vertikalen Teilungsnähte, aufzeichnen. Mit ein wenig Vorstellungsvermögen kann man so die Schnittführung gleich am Model begutachten und diese dann einfach auf die Schnitteile übertragen.


Und dann folgt wieder der Zuschnitt, diesmal ohne die Musterabstimmung beachten zu müssen, da ich mich diesmal für einen einfachen schwarzen Stoff entschieden habe, der aber leicht schimmert wie Satin, aber dennoch schön matt ist. Das einzige was zu beachten ist, ist der Fadenlauf.


Als nächstes ist es wichtig sich eine praktische Reihenfolge zu überlegen wie man die Schnitteile nun zusammen näht. Ich habe als erstes die vertikale Naht der vorderen und hinteren Hosenteile genäht, sowie die Passe an den Hinterteilen Damit habe ich nun die normalen Hosenteile wie bei jeder anderen Hose auch.


Als nächstes habe ich die Taschen verarbeitet. Vorne jeweils die normale Eingriffstasche, und hinten die aufgenähten Taschen.


Als nächstes ist der Reißverschluss dran, denn wenn man nur mit den Vorderteilen arbeitet muss man nicht so viel Stoff hin und her schieben und kommt auch noch besser an den Reißverschluss um zu nähen.


Da ich die Seitennähte gerne mit einer Doppelnaht absetzen wollte, wie ich sie schon bei den vertikalen Nähten habe und bei den Taschen, kamen diese als nächstes dran. Denn hierzu macht es sich leichter auf einer ebenen Flächge zu arbeiten, was ja nicht mehr gegeben wäre wenn ich vorher schon die inneren Beinnähte geschlossen und somit schon das fertige Hosenbein hätte.


Als nächstes habe ich die inneren Beinnähte geschlossen und danach die Gesäßnaht. Bei der letzteren war darauf zu achten das die Nähte der hinteren Passe, der hinteren und vorderen Teilungsnähte und natürlich auch die innere Beinnaht auf einander treffen. 


Dann fehlt nur noch der Bund, und schon ist die Hose halbfertig.



Jetzt fehlt nur noch der Saum... aber da ich hier Reißvershlüsse einsetzen möchte, für deren Farbe ich mich noch nicht entschieden habe, komm ich hier gerade nicht weiter.

Aber das wird nicht lange so bleiben, also kann man gespannt bleiben.


Liebe Grüße
Mandy

Donnerstag, 19. Januar 2012

Was lange währt wird gut oder ein Bolerojäckchen

Endlich ist es so weit, es gibt wieder was zu sehen. Das Bolerojäckchen ist fertig.


Die Schnittteile sehen zwar etwas abstrakt aus, aber es hat funktioniert. Da ich mal wieder auf Streifen bestehen musste, war der Zuschnitt wieder mal etwas nervenaufreibend. Ich musste jedes Schnittteil einzeln ausschneiden, damit die Musterabstimmung perfekt gewährleisted ist.


Damit der Kragen guten Halt bekommt und damit der sichtbare innere Teil des Kragens gut aussieht, habe ich die Vorderteile doppelt zugeschnitten, quasi Besatz und Futter in einem. die äußeren Schnittteile habe ich dann zur verstärkung noch mit Vlies beklebt.


Die Schulter-Halsausschnitt-Naht war garnicht so einfach mit drei Lagen Stoff, und nach einigen Versuchen immer noch nicht perfekt gelungen, aber letztendlich hat es dann doch irgendwie funktioniert. 


Dann fehlen nur noch die Ärmel, und die Saumkanten. Dank des Probemodells hatte ich schon eine Ahnung wie ich am besten mit den Falten im Ärmel verfahre, das ging dann doch recht schnell und die Kanten mit Schrägband einzufassen ist auch nicht wirklich schwer. Und schon ist das Jäckchen fertig... 



Und hier nochmal das komplette Outfit.



Liebe Grüße und bis bald
Mandy